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Zune Testbericht |
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Der erste MP3-Player aus dem Hause Microsoft, mit der Produktbezeichnung Zune, ist am 14 November 2006 in den USA auf den Markt gekommen. Leider, wie so oft bei Produkteinführungen, werden die Europäer hinten angestellt und müssen noch auf die Veröffentlichung warten. Diese soll voraussichtlich noch in der ersten Hälfte 2007 sein.
Somit mussten wir den Zune Player in den USA bestellen. Und so liegt er nun vor uns. Die braune Packung misst ca. 14 x 14 x 5,5 cm und wiegt ungeöffnet ca. 550 Gramm. Die Packung wird durch hochschieben geöffnet und man wird mit dem Slogan "Welcome to the social" in bunten Lettern begrüßt. ![]() Beim weiteren auspacken des Zune fällt die schicke Verpackung mit Liebe zum Detail auf. So lässt sich z. B. der Zune durch das anheben eines Stoffbandes aus der Vertiefung nehmen. Die Kopfhörer und das USB-Kabel befinden sich versteckt in zwei weiteren Fächern links und rechts vom Zune. Außerdem gehören zum Lieferumfang: Ein hochwertiger Stoffbeutel zum Aufbewahren, eine Software-CD, Kurzanleitung und ein 14 Tage Gutschein für den Zune-Marketplace. ![]() ![]() Das 3 Zoll große LCD Display mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixeln ist sehr scharf, gut ausgeleuchtet und nimmt den Großteil der Zune Vorderseite ein. Direkt darunter befindet sich die Hauptnavigationstaste (Funktion: links, rechts, oben, unten und mitte) so wie zwei weitere kleine Tasten (der Linke für "zurück", der Rechte Play/Pause). Die Navigation erfolgt bequem mit dem Daumen. ![]() ![]() Das Zune Hauptmenü ist in die Punkte Music, Videos, Pictures, Radio, Community und Settings aufgeteilt. ![]() ![]() Unter dem Punkt "Music" gelangt man zu einer Übersicht der vorhandenen Alben, welche als kleine Cover dargestellt werden. Durch Druck auf die rechte bzw. linke Navigationstaste lässt sich die Musik nach Alben, Artist, Playlists, Songs und Genres sortieren. Nach Auswahl eines Albums werden die einzelnen Songs angezeigt und man hat die Möglichkeit alle wiederzugeben, einzelne Songs zu hören, Lieder der Quicklist hinzuzufügen oder sie per Wi-Fi zu versenden. Bei der Wiedergabe der Songs gefällt besonders die große Darstellung des Covers im Hintergrund. Über die "Flag" Funktion kann man die einzelnen Lieder bewerten, diese Bewertungen werden auch beim synchronisieren mit dem PC übertragen. Die Bedienung fällt von Beginn an leicht, ist intuitiv und wirkt gut durchdacht. Hier hat Microsoft gute Arbeit geleistet. Auch das Scrollen durch viele Alben geht sehr zügig und und es sind keine Verzögerungen zu bemerken. ![]() ![]() Die Videowiedergabe auf dem großen Display ist flüssig und ohne Schlieren. Man kann problemlos DVDs oder auch andere Videos mit Drittanbieter-Software in das unterstützte .wmv Format konvertieren um diese auf dem Zune wiederzugeben. Tipps und Anleitungen zum umwandeln findet Ihr bei uns im Forum . In unserem Test hat der Akku bei der Videowiedergabe ca. 2,5 Stunden durchgehalten. Unter "Pictures" werden die gespeicherten Bilder nach Datum oder Ordner sortiert angezeigt. Das Wechseln zwischen verschieden Bildern im Vollbild-Modus verläuft ohne Verzögerung. Wahlweise können die Bilder auch als Slideshow wiedergegeben werden. Außerdem besitzt der Zune ein FM-Radio mit RDS Funktion. Nachdem man unter Settings das Radio auf "Europe" umgestellt hat, steht dem Radioempfang nichts mehr im Wege. Als Antenne dient das Kopfhörerkabel. Der Empfang außerhalb geschlossener Räume ist gut und die Anzeige des Sendernamens durch RDS funktioniert auf Anhieb. ![]() ![]() Der Menüpunkt "Community" dient zur Verwaltung der Wi-Fi Funktionen. Das Tauschen von Liedern bzw. Alben funktionierte im Test problemlos. Die Daten werden schnell von einem Zune auf den anderen übertragen. Leider wird diese einzigartige Funktion durch die eng geschnürten Restriktionen der getauschten Lieder stark getrübt. So kann man die Lieder nur 3-mal innerhalb von 3 Tagen abspielen. Danach werden diese inaktiv, bleiben jedoch sichtbar so dass man die Songs über den Zune Marketplace erwerben kann. Hier wünschen wir uns dass Microsoft noch nachbessert, und die Restriktionen etwas lockert. Das Austauschen von Bildern funktioniert auf die gleiche Weise, jedoch ohne Einschränkungen. Videos können momentan noch nicht übertragen werden. Die Wiedergabequalität und der Klang des Zune ist sehr ausgeglichen mit schlagkräftigem Sound und kann überzeugen. Die maximale Lautstärke der mitgelieferten Kopfhörern ist sehr hoch und reicht auch zum Anschließen größerer Kopfhörer locker aus. Die vorgegebenen Equalizer Einstellungen (sieben Stück) liefern ein gutes Ergebnis, wir vermissen jedoch einen zusätzlichen manuell anpassbaren Equalizer. ![]() Die Zune Software ist optisch stark an den neuen Windows Mediaplayer angelehnt und lässt sich ohne viel Übung gut bedienen. Die Alben werden mit großen Coverbildern (wenn vorhanden) angezeigt und lassen sich nach den üblichen Kriterien sortieren. Auf Wunsch ergänzt die Software über das Internet fehlende Lied-Informationen und Coverbilder automatisch. Das Synchronisieren mit dem Zune geht sehr zügig und bequem per "Drag and Drop" Integriert in die Zune Software ist auch der Zune-Marketplace. Hier können neue Lieder für den Zune erworben werden. Dabei kann man zwischen der Bezahlung einer monatlichen Pauschale von 14,99$ (ca. 12 €) für unbegrenzten Musikgenuss oder 0,99$ (ca. 0,80 €) pro Song wählen. Der Dienst ist momentan eigentlich nur für den US-Markt aber es reicht schon eine US E-Mail-Adresse zur Registrierung. Aktuell sind über 2 Millionen Songs verfügbar, aber leider noch keine Videos. Alles in Allem macht der Zune-Marketplace schon einen ausgereiften Eindruck und bietet einen großen Vorteil durch die 14,99$ Flatrate gegenüber Apples iTunes. Mit dem im Lieferumfang enthaltenen Gutschein kann man diesen Service 2 Wochen lang kostenlos testen. ![]()
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